Plankton

Phyto- und Zooplankton

Essentielle Bestandteile erfolgreicher mariner Nachzuchten

Plankton ist allgegenwärtig wo wir auf Wasser treffen und seit jeher auch der Ursprung allen höheren marinen Lebens in freier Wildbahn und ebenfalls unter aquaristischen Gesichtspunkten nicht wegzudenken bei der Aufzucht vieler Fisch- und Garnelenlarven.

Die effiziente Vermehrung und Hälterung erfordert ein gewisses Maß an Grundkenntnis, vor allem für den erfolgreichen Einsatz der verschiedenen Phytoplanktonarten und deren Inhaltsstoffe. Auch ist nicht jede Algenart gleichermaßen für alle Larven geeignet. Eine Mischung unterschiedlicher Arten hat sich bei vielen Larven als nützlich erwiesen um ein ausgewogenes Verhältnis an Nährstoffen anbieten zu können.

Als essentiell wichtig erscheinen vor allem die hochgradig ungesättigten Fettsäuren, kurz HUFA (highly unsaturated fatty a cids) genannt.

EPA (Eicosa pentaenoic acid ~ Eicosapentaensäure) und DHA (Docosah exaenoic acid ~ Docosahexaensäure) sind beides extrem langkettige Fettsäuren und übernehmen eine wichtige Rolle bei der Aufzucht mariner Larven. Aus züchterischer Perspektive betrachtet ist dies auch nicht weiter verwunderlich, so ist weithin bekannt dass EPA und DHA als Bestandteil von Omega-3-Fettsäuren überwiegend aus marinen Fischölen gewonnen werden und auch für den menschlichen Organismus wichtige Funktionen übernehmen.

Als Zooplankter kommen vor allem Haliplankter Arten bis ca. 300µm Größe in Frage, die den Larven das Überleben in den ersten Tagen sichern. Im Detail bedeutet dies, dass überwiegend Nano-, Meso- und Makroplankton Anwendung findet. Inwiefern sich Bakterioplankton auf die Aufzucht auswirkt ist bislang nicht eindeutig geklärt. Fest steht jedoch, dass es hier auch negative Auswirkungen haben kann.

Das bekannteste und gleichzeitig am leichtesten herzustellende Zooplankton ist wohl Artemia salina im speziellen dessen Nauplien. Leider fressen nur wenige Larven vom ersten Tag an Artemianauplien, so das auf weitere Arten von Zooplankton wie Ruderfußkrebschen aber auch Wimperntierchen, etc. zurückgegriffen werden muß.

Im Folgenden finden Sie zwei Datenblätter mit Hilfe derer Sie andere Planktonarten oder auch andere Erfahrungen zu bereits beschriebenen Arten im Nachzuchtenregister gemeldet werden können.

Fragen und das ausgefüllte Datenblatt senden Sie bitte an info@nachzuchtenregister.de
Bilder bitte gesondert mitsenden und im Formular per Bildname angeben wo es eingefügt werden soll.

 

© Text: Thilo Böck / Uwe Schmidt

 

Phytoplanktondatenblatt

 

Zooplanktondatenblatt